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Politik

07.03.2019  
Domustchiev erwarb NOVA: einige Fakten, die man nicht übersehen darf

Ein Unternehmen der Brüder Domuschiev hat die größte Mediengruppe in Bulgarien – Nova Broadcasting Group - übernommen. Ist das eine gute Nachricht?
Hat Kiril Domustchiev vor, auch Ministerpräsident zu werden?

Emiliya Milcheva, Deutsche Welle

Wenn ein Geschäftsmann in Bulgarien sich eine Fußballmannschaft kauft, dann ist er steinreich. Wenn er aber die größte Mediengruppe im Land aufkauft, dann ist er mächtig. Beabsichtigt er Ministerpräsident zu werden, wie der tschechische Milliardär Andrej Babis, der neben der Holding Agrofert auch die größte Verlagsgruppe besitzt? Diese Frage wird Kiril Domustchiev, der Nova Broadcasting Group (Fernsehsender und eine Gruppe von Webseiten) übernahm, unbeantwortet lassen.

Warum Domustchiev und nicht Kellner?
Genauso, wie er die Frage nach dem Preis nicht persönlich beantwortete. Aber nach der bisherigen Eigentümerin von Nova TV – der schwedischen Modern Times Group (MTG) – schlägt der Deal mit 185 Mio. Euro zu Buche. Den gleichen Betrag hätte auch der tschechische Milliardär Petr Kellner bezahlt, wenn die bulgarischen Institutionen, in deren Namen die Regulierungsbehörde, die Kommission für Wettbewerbsschutz (KZK) agierte, es ihm erlaubt hätten. Die KZK, an deren Spitze die frühere stellvertretende Oberbürgermeisterin von Sofia und GERB-Mitglied Julia Nenkova steht, begründete die Absage mit der Gefahr einer Konzentration auf dem Werbemarkt.
Im Gegensatz zu Kiril Domustchiev, der kein strategischer Investor für Nova ist, kann Kellner mindestens Erfahrungen im Medienmanagement vorweisen. Im Jahr 2002 kaufte er den Fernsehsender Nova in Tschechien auf, den er erfolgreich weiterentwickelte und drei Jahre später an die US-amerikanische Central European Media Enterprises (CME) verkaufte. Die CME verfügt über Vermögenswerte in Mittel- und Südosteuropa, darunter der Fernsehsender bTV. Für diese Vermögenswerte wird ebenfalls nach einem Käufer gesucht. Der Rückzug eines weiteren ausländischen Investors aus den bulgarischen Medien, in dem Fall der schwedischen Modern Times Group (MTG), ist keine erfreuliche Nachricht. Trotz des überwiegenden Unterhaltungscharakters ihres Mediengeschäfts, etablieren die MTG sowie andere westliche Konzerne gewisse Standards.
Verlässliche Informationen und freie Medien, die hartnäckig Fragen stellen und auf Antworten dringen, sind einer der Pfeiler der wahren Demokratie. Die Medien sollten den Regierten dienen, und nicht den Regierenden, in den Worten des US-amerikanischen Richters Hugo Black.


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