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Nachrichten

17.04.2019  

Investigativer Journalist der Online-Plattform Bivol bedroht

 

(Wb/wb) SOFIA. Die Vereinigung europäischer Journalisten – Bulgarien (AEZH) hat eine offizielle Ankündigung verbreitet, laut der sie sich an die deutsche Botschaft in Sofia wegen Drohungen gegen den Journalisten der investigativen Plattform Bivola Dimitar Stoyanov gewandt hat. Es ging um einen Versuch von Stoyanov ein Interview vom durch die Affäre Yaneva-Gate bekannt gewordenen Rechtsanwalt Momchil Mondeshki zu bekommen. Mondeshki war auf der Hannover-Messe in seiner Eigenschaft als Vertreter des Unternehmens Elprom Troyan, dessen Eigentümer sein Bruder Mladen Mondeshki ist. Stoyanov versuchte ihn zu interviewen und lud auf Facebook hoch, was bei diesem Versuch passierte.
Der Skandal Yaneva-Gate begann mit dem Durchsickern der zwischen den ehemaligen Amtsrichterinnen Vladimira Yaneva und Rumyana Chenalova und Momchil Mondeshki aufgenommenen Gespräche. In den Aufnahmen wiesen die drei auf einen Teil der Hinterkulissenverbindungen zwischen der Exekutive und der Judikative klar hin. Darüber hinaus erwähnten sie, dass der Premierminister Boyko Borisov dem unabhängigen Generalstaatsanwalt Sotir Tsatsarov Anordnungen geben dürfe. Ermittlungen wegen unerlaubter Einflussnahme wurde ohnehin nicht eingeleitet. Borisov erklärte, dass beim Yaneva-Gate nur „geklatscht“ worden sei, obwohl die Teilnehmer am Gespräch hohe Posten bekleiden.

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