Nur Kunden, die einen gültigen Jahresbeitrag für ein Abonnement für die Printausgabe bezahlen, können Zugriff auf die Artikel im Volltext bekommen.
Bitte loggen hier: E-mail (Login)

Kennwort

Anmeldung
Vergessenes Kennwort?
Home | Mehr über uns | ABO | Anzeigen | Online Werbung | Gästebuch | Sitemap
Sonntag, 16. Juni 2019
SUCHE Erweiterte Suche Suche in Archiv  
rubriken
Wirtschaft
Politik
Kommentar
Branchen
Unternehmen
EU-Projekte
Recht & Gesetz
Kultur
Gesellschaft
Südosteuropa
Panorama
Lichtblicke
Interview
Jobs & Karriere
Analysen
Arhiv
Wecheselkurse der Balkanwahrungen

Stand: 07.06.2017

Staat
118.83 133.87
1.73728  1,95583
6,57842 7,39875
54.8006 61.6945
4.0528 4.5675
108,5424 122,2839
212,8619 239,64
Anzeigen

Nachrichten

21.05.2019  
Korruptions-Beben
Borisov kämpft um sein Überleben an der Macht bis zur Wahl eines neuen Generalstaatsanwaltes

 

Vyara Stefanova

„Ein Generalstaatsanwalt (aus einem anderen Land) sagte zu mir: Schau mal, Laura, wir sind Patrioten, wir stehlen nicht unser nationales Geld, wir stehlen nur EU-Fördermittel.“
Dies erzählte in einem Interview für die Financial Times Laura Kövesi, ehemalige Generalstaatsanwältin zur Bekämpfung der Korruption auf hoher Ebene in Rumänien und Spitzenkandidatin für den Posten der Leiterin der neu geschaffenen Europäischen Staatsanwaltschaft. Das Medium stellte zuvor klar, dass das Gespräch sich „auf einem Treffen auf höchster Ebene von Staatsanwälten aus der Region“ ereignet habe. In Südosteuropa gibt es nur zwei weitere EU-Mitgliedstaaten – Bulgarien und Griechenland. Die Beschreibung „auf höchster Ebene“ legt die Beteiligung von Generalstaatsanwälten nahe. „Politiker und Geschäftsleute bekamen Angst, als sie mitbekamen, dass die Magistraten ihnen auf die Schliche kommen können. Obwohl sie in Sorge sind, dass sie nicht mehr stehlen können, ist Rumänien längst nicht das einzige osteuropäische Land, das der Korruption bezichtigt wird. Viele Rumänen vertreten die Ansicht, dass Brüssel ungerechterweise nur sie ins Visier genommen hat und Bulgarien hingegen eine tolerantere Behandlung genießt“, schrieb das Medium vor Kövesis Zitat. 
Die Kritik an der Europäischen Kommission deswegen, weil sie Härte gegenüber Bukarest an den Tag legt und zugleich nachsichtig gegen Bulgarien ist, ist nicht unbegründet. Im Verlauf von zwölf Jahren unternahm Bulgarien, im Gegensatz zu Rumänien, nicht einmal eine minimale Anstrengung um seiner Justiz und der Bekämpfung der Korruption und der organisierten Kriminalität eine ordentlichere europäische Gestalt zu verleihen. Vielmehr stellten die Regierenden Brüssel durch eine Reihe von Korruptionsskandalen bloß. Dies geschah am Vorabend, als die EU-Kommission kurz davor war zu verkünden, dass Bulgarien die Korruption in den hohen Machtetagen bewältigt habe, so wie es angeblich das organisierte Verbrechen bekämpft hatte. So sind die Bemühungen von Borisov, ganz gleich was für positive Gefühle für ihn persönlich Jean-Claude Juncker hegt, gerade dabei zu scheitern.

Vyara Stefanova


„Ein Generalstaatsanwalt (aus einem anderen Land) sagte zu mir: Schau mal, Laura, wir sind Patrioten, wir stehlen nicht unser nationales Geld, wir stehlen nur EU-Fördermittel.“
Dies erzählte in einem Interview für die Financial Times Laura Kövesi, ehemalige Generalstaatsanwältin zur Bekämpfung der Korruption auf hoher Ebene in Rumänien und Spitzenkandidatin für den Posten der Leiterin der neu geschaffenen Europäischen Staatsanwaltschaft. Das Medium stellte zuvor klar, dass das Gespräch sich „auf einem Treffen auf höchster Ebene von Staatsanwälten aus der Region“ ereignet habe. In Südosteuropa gibt es nur zwei weitere EU-Mitgliedstaaten – Bulgarien und Griechenland. Die Beschreibung „auf höchster Ebene“ legt die Beteiligung von Generalstaatsanwälten nahe. „Politiker und Geschäftsleute bekamen Angst, als sie mitbekamen, dass die Magistraten ihnen auf die Schliche kommen können. Obwohl sie in Sorge sind, dass sie nicht mehr stehlen können, ist Rumänien längst nicht das einzige osteuropäische Land, das der Korruption bezichtigt wird. Viele Rumänen vertreten die Ansicht, dass Brüssel ungerechterweise nur sie ins Visier genommen hat und Bulgarien hingegen eine tolerantere Behandlung genießt“, schrieb das Medium vor Kövesis Zitat. 

Anzeigen
Home | Mehr über uns | ABO | Anzeigen | Online Werbung | Gästebuch | Sitemap