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Politik

21.05.2019  
Feinde von Delyan Peevski von der Staatsanwaltschaft angegriffen 
 

(Wb/wb) SOFIA. Die Bürgerorganisation BOEZ, die in den letzten Jahren durch ihre unangenehmen Fragen und Skandalenthüllungen die Machthabenden aus ihrem Wohlbehagen immer wieder rausholt, ist zur Zielscheibe der Staatsanwaltschaft geworden. Die Staatsanwaltschaft aktivierte sich nach einer Anzeige. Darin hieß es, dass der Verband an Geldwäsche, Steuerhinterziehung usw. beteiligt sei. Die Anzeige war anonym und nicht besonders kompetent verfasst, aber dies störte die Sonderstaatsanwaltschaft nicht. Am 10. Mai d. J. wurde nach Vidin, wo der Sitz von BOEZ ist, ein Team der Hauptdirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität geschickt. Es musste Vernehmungen durchführen und Ermittlungen aufnehmen. Alle Vorstandsmitglieder seien zur „Aufnahme von Ermittlungen“ geladen worden, teilte der Vorsitzende Georgi Georgi auf Facebook mit.
Der Schlag kam gerade nachdem der Verband eine Prüfung beantragt hatte, die feststellen musste, ob Delyan Peevski sich als Europa-Abgeordneter bewerben darf. Dem Verband zufolge ist der Abgeordnete der Bewegung für Rechte und Freiheiten (DPS) seit geraumer Zeit von niemandem in Bulgarien gesehen worden. Wenn es stimme, dass er im Ausland wohne, würde das bedeuten, dass er die gesetzlichen Anforderungen nicht erfülle und sich an den Wahlen nicht beteiligen darf.


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