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Politik

11.11.2020  
Roma machen 12% der bulgarischen Bevölkerung aus 
Etwa die Hälfte davon sind Analphabeten

Die Diskrepanz zwischen der Anzahl der durch die bulgarische Statistik erfasste Roma-Bevölkerung und Expertenschätzungen über ihre tatsächliche Anzahl beträgt mehr als das Zweifache. Laut Experten auf diesem Gebiet machen die Roma zurzeit ca. 12 Prozent der Bevölkerung im Land aus. Den Daten aus dem letzten Zensus zufolge sind es 4,7 Prozent. Die Abweichung ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass ein Großteil der Roma sich nach wie vor als Bulgaren oder Türken registrieren lassen. Dies geht aus einer durch das Sofioter Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführten Studie zu den demografischen und sozialen Herausforderungen in der bulgarischen Gesellschaft hervor, die von Deutsche Welle zitiert wurde.

Roma auch heutzutage in Gefahr

Laut der im Rahmen der Untersuchung aufgestellten demografischen Prognose, dürfte die Zahl der Roma in Bulgarien in 30 Jahren voraussichtlich 1 – 1,2 Mio. erreichen. Die Experten gehen davon aus, dass trotz des deutlichen Rückgangs im letzten Jahrzehnt die Zahl der Geburten bei Roma-Frauen im gebärfähigen Alter mindestens doppelt so hoch bleiben wird im Vergleich zu den Geburten im Land. Der Anteil der Roma-Kinder in dieser Minderheit wird auch in drei Jahrzehnten mit den Merkmalen in vielen afrikanischen Staaten vergleichbar sein.
Die große Anzahl der Geburten im jungen Alter, die geringe Lebenserwartung sowie der verhältnismäßig hoher Prozentsatz an Frauen im gebärfähigem Alter untermauern die Prognosen, dass der Anteil der Kinder unter 15 Jahren auch in drei Jahrzehnten etwa ein Drittel der Roma-Ethnie ausmachen wird. Die niedrigere Lebenserwartung der Roma im Vergleich zu den Bulgaren und ethnischen Türken wird weiterhin zu beobachten sein. Derzeit leben Roma aufgrund schlechter Lebensbedingungen, mangelnder Krankenversicherungen und Prävention im Durchschnitt etwa zehn Jahre weniger.


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